We provide legal advice also in English. The whole communication including first contact, check of contracts, negotiations with the employer, etc. can be held in English.

Union Jack

Dr. Olsen – Ihr Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in München am Sendlinger Tor

Dr. Dietmar Olsen, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht am Sendlinger-Tor-Platz im Herzen von München mit langjähriger Berufserfahrung, berät Sie kompetent in allen Fragen des Arbeitsrechts, führt Verhandlungen über Aufhebungsverträge, Forderungen und sonstige Ansprüche aus dem Arbeitsvertrag und vertritt Sie vor allen deutschen Arbeitsgerichten, Landesarbeitsgerichten und dem Bundesarbeitsgericht, insbesondere vor dem Arbeitsgericht München. Guter Rat muss nicht teuer sein.

Seit dem 01.11.2013 betreibt Dr. Olsen seine Kanzlei gemeinsam mit Herrn Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Joachim Huber. In der ausschließlich auf das Arbeitsrecht spezialisierten Kanzlei Dr. Huber Dr. Olsen sind zwei Fachanwälte für Arbeitsrecht und zwei Rechtsanwälte mit Interessenschwerpunkt Arbeitsrecht tätig.


Anwalt Arbeitsrecht München Arbeitsgericht Dr. Dietmar OlsenWas sollte ich tun, wenn ich Probleme am Arbeitsplatz habe?

Bei Problemen im Arbeitsverhältnis ist es ratsam, so schnell wie möglich Kontakt zu einem Fachmann aufzunehmen. Ein versierter Rechtsanwalt mit der Zusatzqualifikation "Fachanwalt für Arbeitsrecht" kann meist auf den ersten Blick erkennen, ob und in welcher Weise Handlungsbedarf besteht. Der Arbeitsrechtler prüft den Sachverhalt auf Fristen und sonstigen Handlungsbedarf und entscheidet gemeinsam mit dem Mandanten, was getan werden muss.

Beratung im Arbeitsrecht durch Fachanwalt für Arbeitsrecht in München

Muss ich erst meine Rechtsschutzversicherung kontaktieren, bevor ich zum Anwalt gehe?

Jeder Versicherungsnehmer hat gewisse Obliegenheitspflichten. Ein erfahrener Rechtsanwalt wird den Kontakt mit der Rechtsschutzversicherung oft als Service anbieten, denn er weiß im Regelfall besser, welche Informationen die Rechtsschutzversicherung benötigt, um eine Kostendeckungszusage zu erteilen.

Muss ich Fristen wahren?

Nur wenn Sie eine schriftliche Kündigung erhalten, beginnt die gesetzliche Frist von drei Wochen ab Zugang des Kündigungsschreibens zu laufen. Innerhalb dieser Frist muss Kündigungsschutzklage erhoben werden, falls Sie sich gegen die Kündigung wehren möchten.


Kann ich die Klage nur über einen Rechtsanwalt bei Gericht einreichen?

Vor den Arbeitsgerichten besteht kein Anwaltszwang. Dies bedeutet, dass der betroffene Arbeitnehmer nicht notwendigerweise einen Rechtsanwalt mit der Klageerhebung und Prozessführung beauftragen muss. Erst vor dem Landesarbeitsgericht besteht ein gesetzlicher Vertretungszwang durch einen Rechtsanwalt. In der Praxis zeigt sich aber fast immer, dass es ratsam ist, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, da immer damit zu rechnen ist, dass auch der Arbeitgeber einen Rechtsanwalt beauftragen wird, um sich gegen die Klage zu verteidigen. Aus Gründen der Waffengleichheit sollte dann auch der Arbeitnehmer von einem Rechtsanwalt vertreten sein.

Kann ich Prozesskostenhilfe beantragen?

Der Staat unterstützt bedürftige Arbeitnehmer durch die Möglichkeit, Prozesskostenhilfe gewährt zu bekommen. In meiner Kanzlei werden im Unterschied zu manch anderen Kanzleien keine Mandate abgelehnt, die auf diese Weise finanziert werden, obwohl die Gebühren des Rechtsanwalt ab einem bestimmten Streitwert deutlich niedriger sind als die regulären Gebühren. ich stelle den Antrag im Regelfall zusammen mit der Klageschrift und füge ein von dem Mandanten ausgefülltes Formular bei, in dem Auskunft über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse erteilt wird. Wichtig ist ein lückenloser Beleg der darin enthaltenen Angaben, beispielsweise durch Vorlage von Kopien der Kontoauszüge der letzten acht Wochen, des Mietvertrages, etc.

Ob letztlich Prozesskostenhilfe gewährt wird, hängt neben einer überschlägigen positiven Bejahung gewisser Erfolgsaussichten durch das Arbeitsgericht davon ab, ob eine gewisse finanzielle Bedürftigkeit vorliegt.

Wie läuft ein arbeitsgerichtlicher Rechtsstreit ab?

Nach Klageerhebung versendet das Gericht eine Ladung für einen Termin zur Güteverhandlung an den Arbeitnehmer und (gemeinsam mit einer Abschrift der Klageschrift) auch an den Arbeitgeber. Im Gütetermin versucht das Arbeitsgericht, eine gütliche Einigung zwischen den Parteien zu erzielen. Bei einer Kündigungsschutzklage ist dies üblicherweise eine vergleichsweise Einigung, dass die angegriffene Kündigung gegen Erhalt einer Abfindung akzeptiert wird. Kommt es nicht zu einer Einigung, läuft der Prozess weiter. Das Gericht gibt den Parteien dann Schriftsatzfristen auf und verlangt schriftlichen Sachvortrag. Oft wird auch bereits das Datum bestimmt, an dem der sogenannte "Kammertermin" stattfindet. Erstmals im Kammertermin kann ein Urteil gefällt werden (Ausnahme: Eine der Parteien bleibt dem Gütetermin fern, dann kann bereits im Gütetermin ein Versäumnisurteil ergehen).

Habe ich einen Rechtsanspruch auf eine Abfindung?

Zu den populärsten Rechtsirrtümern gehört es, dass der normale Bürger glaubt, einen Rechtsanspruch auf eine Abfindung zu haben. Unzählige Male habe ich in meiner Kanzlei erlebt, dass der gekündigte Arbeitnehmer von mir als Anwalt am liebsten nur noch den Rechenweg erklärt haben möchte. Kläre ich ihn dann über die Rechtslage auf, wird das Gesicht des Mandanten immer länger.

In anderen europäischen Ländern (beispielsweise in Österreich) gibt es auf eine Abfindung tatsächlich einen Rechtsanspruch. Abgesehen von dem Ausnahmefall des Vorliegens eines Sozialplans zwischen dem Arbeitgeber und dem Betriebsrat, der eine Abfindungsregelung enthält, und dem selteneren Fall eines Angebots des Arbeitgebers auf Zahlung einer Abfindung, falls der Arbeitnehmer auf die Erhebung einer Kündigungsschutzklage verzichtet (sogenannte "1-a-Kündigung" in Anlehnung an § 1 a Kündigungsschutzgesetz), existiert kein solcher Rechtsanspruch in Deutschland. Die tägliche Praxis vor den Arbeitsgerichten zeigt aber, dass fast alle gerichtlichen Vergleiche in Zusammenhang mit einer Kündigung eine Abfindungszahlung beinhalten. Praktisch hat sich das Kündigungsschutzgesetz somit schleichend zu einem "Abfindungszahlungsgesetz" entwickelt.

Welchen Vorteil bietet ein gerichtlicher Vergleich?

Schließen die Verfahrensbeteiligten einen gerichtlichen Vergleich, wird sofort ein sogenannter "Vollstreckungstitel" geschaffen, zudem ist der Rechtsstreit im Regelfall rechtskräftig beendet. Aus dem Titel kann recht zügig die Zwangsvollstreckung eingeleitet werden. Das Arbeitsgericht verzichtet - abgesehen von seltenen Ausnahmefällen - auf Gerichtskosten, die bei einem Urteil der Unterlegene ansonsten zu zahlen hätte.

Die Zwangsvollstreckung (meistens im Wege der Vorpfändung oder Kontenpfändung) sollte man einem Rechtsanwalt anvertrauen, der genau weiß, wie er effektive Zwangsvollstreckungsmaßnahmen vorzunehmen hat.